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Weiterbildungsfinanzierung: Stipendium, Online Kredit & Co.

Bildung ist das wichtigste Gut auf der Welt. Ein Haus, ein Auto und sogar ein Arbeitsplatz kann weggenommen werden, doch die Bildung ist wohl die einzige Errungenschaft des Menschen, welches immerzu einen Platz im persönlichen Bestand haben wird. Egal, was passiert – wer gebildet ist, wird zu jeder Zeit eine Ressource haben, um die Prüfungen des Lebens mit Bravur zu bestehen. Aus diesem Grunde ist Bildung unglaublich wertvoll, auch wenn wir in Deutschland geradezu in einem Bildungsparadies leben. Lehrer, Institutionen, Materialien und natürlich der eigene Lebensunterhalt müssen finanziert werden, solange man sich außerhalb der Schule oder (teilweise der Universität) weiterbilden möchte. Doch wie soll das gehen?

Stipendien

Stipendien haben seit jeher den Ruf als „unerreichbar“. Nur Überflieger oder sogenannte „High Potentials“ haben überhaupt die Chance, ein Stipendium zu bekommen. Doch entgegen der allgemeinen Vermutung, ist dies nicht unbedingt der Fall. Natürlich sollte man als Stipendienbewerber ein überdurchschnittliches Maß an Fleiß aufbringen, doch „unmöglich“ ist die Zulassung nicht.

Allein in Deutschland gibt es sehr viele Stipendien, die sich jeweils auf ganz unterschiedliche Bereiche konzentrieren. Die einen haben den Schwerpunkt „Arbeiterkinder“, die anderen sind eher auf „Forschung und Naturwissenschaften“ spezialisiert. Im Großen und Ganzen gibt es aber in Deutschland für jede Interessengemeinschaft mindestens eine Stiftung oder Institution, die Menschen mit besonderen Leistungen finanziell unterstützt.

Allerdings begrenzt sich die Förderung der meisten Stipendien auf ein Höchstlebensalter von 27 Jahren. Bewerber müssen daher noch sehr jung sein und je nach Stipendienart politisch, sozial oder umweltaktivistisch engagiert sein und sich beruflich, wie auch schulisch von der Masse abheben. Auf dieser Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gibt es eine Übersicht über die Stipendien in Deutschland:

Bildungsgutschein

Besonders Arbeitslose oder Arbeitnehmer, die von einer Kündigung bedroht sind, haben großes Interesse an Weiterbildungen in Form von berufsspezifische Fortbildungen oder einer Neuorientierung. Bei dem Bildungsgutschein handelt es sich um eine schriftliche Zusage, die versichert, dass die kompletten Kosten einer Weiterbildung von der Agentur für Arbeit übernommen werden.

Über die Vergabe entscheiden allerdings nicht Leistungen und Engagement allein, sondern viele andere Faktoren. Die Agentur für Arbeit trifft eine Entscheidung für die Vergabe der Leistung nämlich nur im Einzelfall.

Crowdfunding

Eine weitere Methode, um die persönliche Weiterbildung finanzieren zu können, nennt sich Crowdfunding. Seit über einem halben Jahrzehnt hat sich die Finanzierungsform zu einem regelrechten Trend gemausert – sowohl für Weiterbildungen, Start-ups und soziale Projekte. Hierbei geben sehr viele private Anleger Geld, weil sie sich davon (je nach Crowdfunding Art) eine höher verzinste Rendite als bei einer Bank versprechen und weil sie ihre monetären Aktionen mit einem gesellschaftlichen Nutzen verbinden wollen.

Als Kreditnehmer gilt es also die Weiterbildung mit einem guten und/oder innovativen sowie interessanten Zweck verbinden zu können. Es hilft nichts, wenn man einfach nur in einer Kampagne angibt, dass man sich jetzt zum Ziel genommen hat, in drei Jahren Webdesigner zu werden. Daher gibt es folgende Punkte, auf die man als Initiator einer Crowdfunding Kampagne achten sollte:

  • Das Projekt muss möglichst gut und fesselnd beschrieben werden, um potentielle Geldgeber auf sich aufmerksam zu machen.
  • Eine Finanzierung über Crowdfunding ist nicht garantiert. Bevor also eine Weiterbildung gestartet wird, muss immer zu 100% abgeklärt sein, dass genug Geld vorhanden ist.
  • Die Chancen auf eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne erhöhen sich, wenn die Weiterbildung nach Abschluss zertifiziert wird und anschließend auf dem deutschen Markt anerkannt wird.
  • Sobald das Geld von privaten Geldgebern angenommen wird, geht man eine rechtliche Bindung ein, was bedeutet, dass das Geld ordnungsgemäß verwendet wird und ggf. an die Anleger zurückgezahlt wird.

Weitere Infos zum Thema Crowdfunding sowie den gängigen Plattformen gibt es auf crowdfunding.de online.

Online-Kredit für die Weiterbildung

Auch der Online-Kredit kann für die Finanzierung von Bildungsvorhaben (auch für angehende Studierende) eine interessante Lösung sein. Während konventionelle Online-Kredite in größerer Höhe ähnliche gute Sicherheiten und Bonitätsmerkmale, wie die in dieser Hinsicht restriktiven Filialbanken, brauchen, gibt es dabei auch einige Sonderformen, die speziell interessant sein könnten.

Konkret sind dies folgende Kredite (oft auch mit Sofortzusage erhältlich):

  • Der zweckgebunde Online-Kredit für Bildungsmaßnahmen
  • Privatkredite (Online-Kredit von Privat an Privat)
  • Minikredit alias Mikrokredit (oft als Kurzzeitkredit)
  • Mit einem Mitantragsteller oder bei hohem Nebeneinkommen: Der Online-Kredit mit Sofortzusage als langfristiger Ratenkredit

Einen guten Überblick, welche Kredite es im Internet zu haben gibt sowie welche für Bildungsmaßnahmen bzw. Studium etc. in Frage kommen, liefert die Website europa-web.de – das Projekt ermöglicht auch einen umfassenden Vergleich der Anbieter (Kreditvermittler sowie Online-Direktbanken) für alle der oben genannten Darlehensvarianten mit Sofortzusage.

Bildungsprämie

Sowohl Arbeitslose, als auch Erwerbstätige können durch die Bildungsprämie eine berufliche Weiterbildung finanzieren. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und einem Europäischen Sozialfonds. Die Förderung begrenzt sich allerdings auf maximal 154€, wobei der Empfänger mindestens den gleichen Betrag in seine Bildung investieren muss. Alternativ dazu gibt es noch das sogenannte Weiterbildungssparen. Wer vermögenswirksame Leistungen erhält, kann sein angespartes Geld für Zwecke der Weiterbildungsmaßnahmen nutzen.

Fazit: Es gibt unzählige Möglichkeiten

Neben der normalen Förderung für Studierende wie Bafög, Studiendarlehen usw. gibt es eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten. Die meisten Förderungen laufen dabei über den Staat, weswegen die finanziellen Mittel sehr begrenzt sind. Aus diesem Grunde hat sich Crowdfunding zu einem sehr beliebten Thema entwickelt, mit dem sich immer mehr Menschen beschäftigen. Crowdfunding setzt nämlich keine Limits, weder für das Kapital, noch für den Status der Kreditnehmer. Auch der Online-Kredit wird in bestimmten Formen für Studierende immer interessanter.